Siegfried-Neumann Stiftung

Duncan Murigi Ngovi

4. November 2001

Der 9 Jahre alte Duncan Murigi aus Kenia wurde am 18.12.1998 Opfer eines tragischen Unfalls. Beim Spielen mit Freunden nahe dem Bahndamm der Station Thika, etwa 40 km (nördlich) von Nairobi entfernt, wurde er von einem Zug erfasst und verlor beide Arme und Beine.

Duncan Murigi Ngovi

Da die ausreichende ärztliche Versorgung vor Ort nicht gegeben war und die Kosten für die notwendigen Prothesen die Mittel der Familie um ein Vielfaches überstiegen, damals geschätzte 300.000 bis 500.000 D-Mark (für Spezialrollstuhl, Prothesen und ärztliche Betreuung etc.), wandte sich der in Deutschland lebende Onkel (Ernst Biesdorf) von Duncan an die Siegfried-Neumann Stiftung. Diese stellte knapp 50.000 € (92094,98 DM) zur Verfügung, so dass dem Jungen schnell und so unbürokratisch wie möglich geholfen werden konnte.
Die Behandlung von Duncan erfolgte schließlich im KCMC und im TATCOT-Center, dem ostafrikanischen Orthopädiezentrum, in Moshi/Tanzania. Zunächst wurde eine Korrekturamputation durchgeführt, da die in Kenia direkt nach dem Unfall erfolgte Amputation nur unzureichend durchgeführt wurde. Schließlich wurden Prothesen angefertigt und angepasst.

Duncan Murigi Ngovi

Eine Versorgung in Deutschland war zunächst erwünscht, aber wäre aufgrund der regelmäßig notwendigen Nachsorge allein die Reisekosten betreffend zu kostenintensiv gewesen, da alle eineinhalb Jahre neue Prothesen, häufige Nachoperationen, da der Junge noch im Wachstum war, und regelmäßige Überprüfungen der Prothesen anfallen. Selbst die günstigere Behandlung in Tanzania und die Folgeuntersuchungen werden insgesamt Kosten von rund 250.000 € bis zu Duncans 20stem Lebensjahr verursachen. Doch konnte die Erstversorgung mithilfe der Stiftungsgelder sichergestellt werden.